Zahnsünden – die 4 schlimmsten No-Gos für Ihre Zähne

ZahnsündenDie Klassiker unter den Zahnsünden kennen wir alle: Haben Sie auch die Zahnseide gestern Abend vergessen oder aus Müdigkeit das Zähneputzen komplett ausfallen lassen? Wir haben für Sie noch vier weitere Zahnsünden zusammengestellt, die langfristig erhebliche Folgen für Ihre Zahngesundheit haben können.

1.      Säurehaltige Getränke vor dem Zähneputzen

Ein gutes Glas Wein am Abend, der frisch gepresste Orangensaft und die Apfelschorle nach dem Sport haben eines gemeinsam: Sie sind säurehaltig. Sauer macht in dem Fall aber nur die Karies-verursachenden Bakterien lustig. Denn durch das Absinken des ph-Werts im Mund – bedingt durch die kurzzeitige Übersäuerung – wird der schützende Zahnschmelz aufgelöst. Durch diese ständig wiederkehrende Erosion haben Bakterien mittelfristig leichtes Spiel, die Zahnsubstanz irreversibel zu schädigen.

Aber keine Panik, Sie brauchen nicht komplett auf saure Speisen oder Getränke zu verzichten. Wichtig ist vor allem, dass Sie nicht unmittelbar nach dem Essen und Trinken die Zähne putzen. Im Idealfall trinken Sie danach ein Glas Wasser oder Milch und putzen erst nach zirka 30 Minuten die Zähne mit Zahnpasta. Falls Sie direkt nach dem Glas Wein zur Zahnbürste greifen, ist der Zahnschmelz noch zu angreifbar und wird durch die Reibung der Zahnbürste abgetragen.

2.      Zahnbürste zu selten wechseln

Hand aufs Herz – wann haben Sie das letzte Mal Ihre Zahnbürste gewechselt? Als Faustregel gilt, spätestens nach drei Monaten die Zahnbürste zu wechseln. Aber kontrollieren Sie Ihre Bürste trotzdem lieber täglich. Stehen Borsten bereits seitlich ab oder wirken ausgefranst? Dann sollten Sie sich vorher eine neue Bürste gönnen.

Denn mit einer abgenutzten Bürste besteht die Möglichkeit, dass Sie das Zahnfleisch mit den schiefstehenden Borsten verletzen. Außerdem kann die Bürste nicht mehr an allen Stellen die Ablagerungen und Speisereste gleichmäßig entfernen. Plaque entsteht und damit erhöht sich das Kariesrisiko deutlich.

3.      Munddusche statt Zähneputzen

Mit einer Munddusche können Sie schwer erreichbare Zahnzwischenräume mit einem Wasserstrahl reinigen. Dies ist vor allem für Träger einer festen Zahnspange ein wichtiger Vorteil, da sie Zahnseide meistens nicht verwenden können. Für alle anderen Menschen bieten Mundduschen keinen nennenswerten Vorteil. Im Gegenteil, sie müssen aufpassen, dass sie mit einem zu fest eingestellten Wasserstrahl nicht das Zahnfleisch verletzen. Ist das Zahnfleisch bereits gereizt oder entzündet, dann verzichten Sie lieber komplett auf die Munddusche. Keineswegs ersetzt sie das Zähneputzen am Morgen und am Abend nach dem Essen.

4.      Honig als Zuckerersatz

Zucker ist bekanntlich der neue Tabak. Wenn Sie sich zahnbewusst ernähren wollen, ist es auf jeden Fall sinnvoll, den Zuckerkonsum deutlich einzuschränken. Dabei gilt: Je länger der Zucker im Mund bleibt, desto gravierender die Folgen. In den Zahnablagerungen (Plaque) befinden sich Bakterien, die den Zucker verarbeiten und aus den Abbauprodukten entsteht eine Säure, die den Zahnschmelz angreift.

Leider sind auch Honig oder andere Fruchtzucker keine gute Alternative – sie haben genau den gleichen Effekt wie raffinierter Haushaltszucker. Bei einer guten Mundhygiene können Sie sich aber sehr wohl ab und zu ein Stück Schokolade gönnen. Neben Zähneputzen (Achtung – 30 Min Abstand zwischen Essen und Putzen!) hilft auch Kaugummikauen. Es regt die Speichelproduktion an und die als Abbauprodukt entstandene Säure verdünnt sich.

Am besten Sie gehen zur jährlichen zahnärztlichen Prophylaxe und professionellen Zahnreinigung. In der Zahnarztpraxis Dr. Mitterwald in Augsburg beraten wir Sie gerne zum Status Ihrer Zähne und geben Ihnen Tipps zur Mundhygiene. Machen Sie noch heute einen Termin aus.

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