Schlechte Zähne – Wieso Rauchen so schädlich ist

Zahnarzt Augsburg Rauchen schlechte ZähneDass Rauchen schädlich für die Gesundheit ist, gehört zum Allgemeinwissen. An dieser Stelle möchten wir trotzdem noch ein weiteres Stück zur Aufklärung beitragen und aus zahnärztlicher Sicht die Auswirkungen erläutern. Wir erklären, warum Rauchen schlechte Zähne verursacht und was Sie dagegen tun können.

Verfärbte Zähne und erhöhtes Kariesrisiko

Rauchen ist eine der häufigsten Ursachen für gelbbraun verfärbte Zähne. Allerdings ist der unschöne Anblick nicht das eigentliche Problem. Mit jedem Zug an einer Zigarette lagern sich einige der Inhaltsstoffe an den Zähnen und der Mundschleimhaut ab. Dadurch bilden sich nach kurzer Zeit an den Zähnen Rückstände. Dieser Belag ist ein perfekter Nährboden für die kariesverursachenden Bakterien. Als Folge erkranken Raucher häufiger an Karies und ihnen fehlen mehr Zähne als Nichtrauchern.

Zahnausfall durch Parodontitis

Durch die dichte Besiedelung mit Bakterien leiden Raucher häufig unter Zahnfleischentzündungen. Treten sie sehr häufig auf und verheilen nur schlecht, steigt das Risiko an einer Parodontitis zu erkranken und dadurch Zähne zu verlieren. Denn die Zahnhalteapparat wird nachhaltig geschädigt: Das Zahnfleisch bildet sich zurück, die Zahnhälse werden freigelegt und der Kieferknochen abgebaut. Der Zahn hat keinen Halt mehr und fällt aus. Eine Studie hat ergeben, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern ein um das 3,6-fach höheres Risiko haben, ihre Zähne früher zu verlieren.

Geringere Erfolgsquote bei Zahnimplantaten

Ist ein natürlicher Zahn ausgefallen, können Implantate aus Titan oder Keramik den Zahn ersetzen. Implantate werden mittels eines Stifts direkt in den Kieferknochen eingebracht und haben die Funktion einer künstlichen Zahnwurzel. Auf den Stift wird der eigentliche Zahnersatz wie zum Beispiel eine Krone, Brücke oder Prothese angebracht. Implantate haben heutzutage eine sehr gute Erfolgsquote und heilen in der Regel problemlos ein.

Bei Rauchern ist bereits die Ausgangssituation komplexer, da die Vorschäden ausgeprägter sind. Bei starken Rauchern muss der Zahnarzt häufig zuerst den Knochen wieder aufbauen, um überhaupt ein Implantat einsetzen zu können. Eine Parodontitis darf ebenfalls nicht vorliegen.

Hat der Zahnarzt das Implantat schließlich erfolgreich eingesetzt, kommt es auf die Wundheilung an. Diese ist bei Rauchern unter anderem durch die schlechtere Durchblutung wesentlich weniger effektiv. Die Folge ist eine höhere Implantatsverlustrate während der Einheilungsphase.

So können Raucher vorbeugen

Raucher sollten im Alltag besonders gut auf ihre Zähne achten.

  • täglich mindestens zweimal gründlich die Zähne mit einer fluriodhaltigen Zahnpasta putzen
  • Implantate sorgfältig putzen und Ablagerungen mit der Zahnbürste entfernen
  • Zahnseide oder Interdentalbürsten für die Zahnzwischenräume verwenden
  • zweimal im Jahr die zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen
  • zweimal im Jahr die Beläge durch eine professionelle Zahnreinigung entfernen lassen

Das Rauchen aufzuhören ist schwer, aber es lohnt sich. Das Risiko an Parodontitis zu erkranken oder schlechte Zähne zu kriegen, sinkt schnell erheblich und pendelt sich sogar nach einigen Jahren auf Nichtraucherniveau ein. Machen Sie noch heute einen Termin aus und lassen Ihre Mundgesundheit von uns kontrollieren.

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