Keine Angst vor der Wurzelbehandlung

Angst vor WurzelbehandlungKennen Sie die mitleidigen Blicke, wenn Sie von Ihrer bevorstehenden Wurzelbehandlung erzählen? Viele Patienten haben Angst vor einer Wurzelbehandlung. Aber ist eine Wurzelbehandlung wirklich so schmerzhaft? Im folgenden Artikel erklären wir Ihnen den genauen Ablauf einer Wurzelbehandlung und was Sie dabei spüren.

Zugegebenermaßen hat niemand eine Wurzelbehandlung auf seiner Wunschliste. Aber die Behandlung an sich ist nicht sonderlich schmerzhaft. Eigentlich sind es eher die vorausgehenden starken Zahnschmerzen, die viele mit einer Wurzelbehandlung verknüpfen und ihr den schmerzhaften Ruft verpassen. Tatsächlich werden Sie schon kurz nach dem Eingriff schnell bedeutend weniger Schmerzen haben.

Wann ist eine Wurzelbehandlung nötig?

Hat Karies Ihren Zahn in seiner Substanz soweit zerstört, dass die Bakterien bis ins Innere des Zahns gelangt sind und die Zahnwurzel infiziert haben, steht Ihnen eine Wurzelbehandlung bevor. Und das ist gut so, denn auf diese Weise kann der Zahnarzt Ihren Zahn erhalten. Denn selbst ein wurzelbehandelter Zahn ist in seiner Funktion fast immer besser als ein Implantat.

Was passiert bei einer Wurzelbehandlung?

Im Prinzip kann man die Therapie auf einen einfachen Nenner bringen: Zahnnerv raus, Füllung rein, fertig. Für alle, die es etwas konkreter wissen möchten: Häufig macht der Zahnarzt erstmal ein Röntgenbild, um zu sehen, wie viele Wurzelkanäle es gibt und wie diese verlaufen. Anschließend bohrt der Zahnarzt den Zahn auf und entfernt das infizierte Gewebe (Pulpa) vollständig.

Es ist extrem wichtig ist, dass kein Rest vom Nerv oder Gewebe im Wurzelkanal verbleibt. Nur wenn das Zahninnere gründlich gereinigt und desinfiziert ist, kann der hohle Zahn mit einer Füllung versehen werden. Ansonsten droht eine neue Entzündung. Um dies zu auszuschließen, wird der Zahn in der Regel erst einmal provisorisch verschlossen und mit einem entzündungshemmenden bzw. bakterienabtötenden Medikament behandelt. Verheilt alles gut, erhalten Sie drei bis sechs Wochen später die endgültige Füllung.

Was spüren Sie bei einer Wurzelbehandlung?

In der Regel erhalten Sie eine örtliche Betäubung und damit ist die eigentliche Behandlung für Sie schmerzfrei. Trotzdem handelt es sich bei dem Eingriff um einen operativen Eingriff und nach dem Abklingen der Betäubung werden Sie einen gewissen Wundschmerz spüren. Dieser äußert sich für vielen Patienten in einem Pochen – vor allem bei körperlicher Belastung oder beim Bücken. Für die Tage danach erhalten Sie daher ein Schmerzmittel, um Sie beschwerdefrei über die erste Zeit zu bringen. Schon nach wenigen Tagen werden Sie Ihren Zahn und die Wunde aber nicht mehr spüren.

Wie beugen Sie einer Wurzelbehandlung vor?

Auch wenn Sie keine Angst vor einer Wurzelbehandlung haben müssen, passen Sie gut auf Ihre Zähne auf:

  • Putzen Sie morgens und abends nach den Mahlzeiten mindestens für zwei Minuten gründlich Ihre Zähne.
  • Verwenden Sie fluoridhaltige Zahnpasta, so schützen Sie den Zahnschmelz.
  • Reinigen Sie mit Zahnseide die Zahnzwischenräume, um auch schwer erreichbare Beläge zu entfernen.
  • Gehen Sie mindestens einmal im Jahr zur Prophylaxe beim Zahnarzt und zur professionellen Zahnreinigung (PZR).

Haben Sie große Angst vor einer Wurzelbehandlung, dann sprechen Sie vertrauensvoll mit Ihrem Zahnarzt. Er wird Sie immer ernst nehmen und verschiedene Behandlungsmethoden für Angstpatienten anbieten. Maßnahmen wie Analgoesedierung (Dämmerschlaf), Hypnose oder Vollnarkose garantieren eine komplett schmerzfreie Behandlung. Auf diese Weise kann der Zahnarzt schnell die nötige Behandlung durchführen und Sie haben den nötigen Abstand zum Geschehen.

Steht bei Ihnen eine Wurzelbehandlung an und Sie haben Angst davor? Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit der Zahnarztpraxis Dr. Mitterwald im Herzen von Augsburg. Wir verfügen über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Endodontie.

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