Basiswissen Zahnimplantat – die wichtigsten Punkte im Überblick

ZahnimplantatImplantate sind in der modernen Zahnheilkunde nicht mehr wegzudenken. Sie haben bereits unzähligen Menschen wieder zu einem unbeschwerten Lachen verholfen. Hier hat das Team der Zahnarztpraxis Dr. Mitterwald in Augsburg für Sie die wichtigsten Informationen rund um das Thema Zahnimplantat zusammengefasst.

Wann ist ein Implantat sinnvoll?

Ein Implantat empfiehlt sich immer dann, wenn der natürliche Zahn nicht gerettet werden konnte und eine Lücke entsteht. In einem solchen Fall sollten Sie mit Ihrem Zahnarzt über ein Implantat sprechen. Zusätzlich zu ästhetischen Gründen oder Schwierigkeiten beim Kauen und Sprechen, besteht die Gefahr, dass sich der Kieferknochen zurückbildet. Die künstlichen Zahnwurzeln können dies verhindern.

Wie ist ein Zahnimplantat aufgebaut?

Ein Zahnimplantat besteht in den allermeisten Fällen aus drei Bestandteilen:

  1. Implantatkörper: Diese Komponente wird wie eine künstliche Zahnwurzel fest im Kieferknochen verankert und erinnert aufgrund des Gewindes an eine Schraube.
  2. Pfosten: Dieses Zwischenteil fungiert ähnlich wie ein Adapter und verbindet den Implantatkörper mit dem aufgesetzten Zahnersatz.
  3. Zahnersatz: Der künftige Zahnersatz (zum Beispiel eine Krone) erhält durch diesen Aufbau festen Halt auf dem Implantat.

Was für Implantate gibt es?

In der Regel wird Ihnen Ihr Zahnarzt zu einem Implantat aus Titan oder seltener aus Keramik raten. Beide Materialien sind biokompatibel – sprich sie werden vom Körper nicht als Fremdkörper abgestoßen und heilen nach drei bis acht Monaten in den Kieferknochen ein (Osseointegration). Nach dieser Einheilzeit sind sie ähnlich stabil wie ein natürlicher Zahn und halten einer normalen Kaubelastung stand.

Titanlegierungen bewähren sich seit Jahrzehnten, sind äußerst bruchsicher und werden sehr gut vertragen. Keramikimplantate sind eine metallfreie Alternative zu Titanimplantaten. Neben ihrer zahnähnlichen Farbe zeichnen sie sich durch ihre ihr äußerst geringes Allergierisiko und geringe Entzündungsrate aus.

Wie läuft eine Behandlung ab?

In den meisten Fällen wird Ihnen der Zahnarzt eine örtliche Betäubung geben, Angstpatienten können auch eine Vollnarkose wählen. Dann folgt ein chirurgischer Eingriff, um den Implantatkörper stabil in den Kieferknochen einzupflanzen. In der anschließenden Einheilzeit sollte das Implantat auf keinen Fall belastet werden. Es kann sonst zu Komplikationen wie dem Verlust des Implantats kommen. Ist die Einheilung beendet, werden die Pfosten in den Implantatkörper geschraubt und der eigentliche Zahnersatz – sprich eine Krone oder Prothese – eingesetzt.

Sieht man das Zahnimplantat?

Entscheiden Sie sich für ein Keramikimplantat, kann nur ein Zahnarzt den Unterschied zwischen natürlichem Zahn und dem Implantat sehen. Bei Titanimplantaten kann es sein, dass der metallfarbene Implantatkörper durch das Zahnfleisch schimmert. Allerdings fällt dies ästhetisch kaum ins Gewicht, da normalerweise nur der Zahnersatz beim Sprechen oder Lachen zu sehen ist.

Gibt es Risiken bei Zahnimplantaten?

Manche Vorerkrankungen wie Parodontitis oder Medikamente für die Blutgerinnung verringern die ansonsten sehr guten Erfolgsaussichten von Implantaten. Auch starkes Rauchen, schlechte Mundhygiene und hoher Alkoholkonsum sind ungünstige Rahmenbedingungen. Außerdem sollte der Kiefernknochen gesund sein und die Knochenmenge ausreichen. Ansonsten muss diese erst einmal aufgebaut werden.

Wie pflege ich den Zahnersatz?

Im Prinzip gelten die gleichen Regeln wie bei der normalen Mundhygiene. Allerdings lagern sich an Implantaten leichter Beläge ab. Daher gilt für die Implantatpflege umso mehr: Putzen Sie nach dem Essen regelmäßig die Zähne nach der KAI-Methode, verwenden Sie eine fluoridhaltige Zahnpasta (wichtig für die natürlichen Zähne) und reinigen Sie die Zahnzwischenräume mit einer Interdentalbürste bzw. Zahnseide. So beugen Sie Zahnfleischentzündungen und Karies an den Nachbarzähnen vor. Gehen Sie regelmäßig zur Kontrolle und nutzen Sie diese Termine für eine professionelle Zahnreinigung.

Was kosten Zahnimplantate?

Sind Sie privat versichert? Erkundigen Sie sich nach den vertraglich vereinbarten Leistungen – der Umfang ist je nach Tarif sehr unterschiedlich. Bei gesetzlich Versicherten ohne Zahnzusatzversicherung ist die Frage eindeutiger zu beantworten: Zahnersatz mit Implantaten gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Aber die gesetzlichen Krankenkassen zahlen feste Beträge für die Versorgung mit Zahnersatz. Das heißt konkret: Unabhängig davon, welche Art von Zahnersatz Sie wählen, Sie erhalten einen Zuschuss zum Zahnersatz in Höhe der Regelversorgung.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit der Zahnarztpraxis Dr. Mitterwald in Augsburg. Unser Team verfügt über langjährige Erfahrung und Routine in der Implantologie. Wir sind für Sie da, damit Sie wieder unbeschwert essen, trinken und lachen können.

Bild:© mintybear/fotolia.com